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Die Pensions- oder Direktzusage ist die häufigste Form der betrieblichen Altersversorgung. Sie ist das Versprechen des Arbeitgebers an seinen Arbeitnehmer, bei Eintritt eines der drei biometrischen Risiken (Alter, Tod oder Invalidität) eine Leistung zu erbringen. Der Arbeitnehmer hat gegenüber seinem Arbeitgeber einen Rechtsanspruch auf die Versorgungsleistungen.
 
Finanziert wird die Pensionszusage im Innenverhältnis durch die Bildung von Pensionsrückstellungen. Im Versorgungsfall muss der Arbeitgeber die notwendigen Mittel aufbringen und sie i.d.R. auch selbst an den Versorgungsberechtigten auszahlen.
 
Bei Eintritt vorzeitiger Versorgungsfälle (Invalidität und Tod) führt das zu einer hohen finanziellen Belastung des Unternehmens. Um dies zu vermeiden, kann eine Rückdeckungsversicherung abgeschlossen werden. Mit ihr stehen im Versorgungsfall die notwendigen finanziellen Mittel zur Zahlung der Leistung zur Verfügung.
 
Die Rückdeckungsversicherung wird vom Arbeitgeber (Versicherungsnehmer) auf das Leben des Arbeitnehmers (versicherte Person) abgeschlossen. Der Arbeitgeber ist alleiniger Bezugsberechtigter der Versicherung. Zur Sicherung der Ansprüche des Arbeitnehmers im Insolvenzfall des Arbeitgebers kann die Rückdeckungsversicherung an den Arbeitnehmer verpfändet werden.
 

Auf einen Blick

Die Pensionszusage eignet sich aus steuerlichen Gründen nur für bilanzierende Unternehmen. Kleinbetriebe und Freiberufler können nicht von ihren Vorteilen profitieren. Zur Zielgruppe der Pensionszusage zählen insbesondere Besserverdiener (auch Gesellschafter-Geschäftsführer und Vorstände von Kapitalgesellschaften). Besonders attraktiv für diesen Personenkreis ist die unbegrenzte Versorgungshöhe (unter Berücksichtigung der Angemessenheit).

Im Detail

Vorteile für den Arbeitgeber

• Pensionsrückstellungen als steuermindernde Betriebsausgaben
• Langfristige Steuerstundung
• Zusätzliche Liquidität in der Anwartschaftsphase
• Keine Obergrenze bei der Höhe der Versorgung
• Einsparen von Lohnnebenkosten
• Individuelle Versorgungsmöglichkeiten
 

Vorteile für den Arbeitnehmer

• Versteuerung erst in der Leistungsphase - hohe Freibeträge
• Individuelle Versorgungsmöglichkeiten (Alter, Tod, Invalidität)
• Wahl zwischen Renten- und Kapitalleistungen
• Sofortige finanzielle Absicherung
 

Beratung

FAQ zur NÜRNBERGER Pensionszusage

Gesetzliche Grundlagen zur Pensionszusage - Wo finde ich was?

Ertragssteuerbilanz:
  • § 6a EStG - Pensionsrückstellungen
  • R 6a EStR - Pensionsrückstellungen

 
Handelsbilanz:
  • § 253 Absatz 1 Satz 2 HGB - Wertansätze der Vermögensgegenstände und Schulden
  • Art. 67 EGHGB - Verteilung bei geänderter Bewertung
  • § 246 Absatz 2 HGB - Saldierung Vermögenswerte
  • § 285 HGB - Anhangsangaben

 
Betriebsrentengesetz:
  • § 1b BetrAVG - Unverfallbarkeit und Durchführung der bAV
  • §§ 7 - 15 BetrAVG - Insolvenzsicherung
  • § 7 Absatz 3 BetrAVG - Höchstanspruch PSV
  • § 18 SGB IV - Bezugsgröße
  • § 10 Absatz 3 Ziffer 1 BetrAVG - Beitragsbemessungsgrundlage für den PSV-Beitrag

 
Gesellschafter-Geschäftsführer-Versorgung:
  • BMF-Schreiben vom 14.05.1999, IV C 6 - S 2742 - 9/99 - Probe- und Wartezeit
  • OLG Köln, Urteil vom 21.02.1986 - Verpfändung von Rückdeckungsversicherung(en)
  • OLG Düsseldorf, 23.04.2009 - 6 U 58/08 - Notwendigkeit Gesellschafterbeschluss
  • BMF-Schreiben vom 09.12.2002, IV A 2 - S 2742 - 68/02 - Zusagedauerabhängiger Unverfallbarer Anspruch
  • BFH-Urteil vom 05.03.2008 I R 12/07 - Rentenbezug und Beendigung des Dienstverhältnisses

Haben Sie Fragen?

Bitte wenden Sie sich an Ihren Fachspezialisten vor Ort oder an die bAV-Fachberatung.

Ansprechpartner NÜRNBERGER Betriebsrenten (BA822) (PDF, 141 KByte)

Zusätzliche Informationen