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Betriebsrente 450plus
In Deutschland arbeiten rund 6,7 Millionen Menschen in einem geringfügig entlohnten Beschäftigungsverhältnis (Minijob) im gewerblichen Bereich. Aufgrund des niedrigen Einkommens erwerben sie kaum gesetzliche Rentenansprüche. Mit der NÜRNBERGER Betriebsrente 450plus sichern sich diese Mitarbeiter eine attraktive Zusatz-Rente. Besonders für mitarbeitende Ehepartner in einem dauerhaft bestehenden Arbeitsverhältnis ist diese Altersvorsorge ideal.
 

Auf einen Blick

Eine geringfügig entlohnte Beschäftigung liegt vor, wenn das regelmäßige Arbeitsentgelt im Monat 450 EUR nicht überschreitet. Für den Minijobber ist der Verdienst steuer- und sozialabgabenfrei, sofern er auf die Rentenversicherungspflicht verzichtet.
 
Beim Arbeitgeber fallen Pauschalabgaben von rund 30 %/12 % (gewerblicher Bereich/Privathaushalte) an, darunter 13 %/5 % Krankenversicherung, 15 %/5 % Rentenversicherung, 2 % Lohnsteuer. Dazu kommen noch geringfügige Umlagen für Lohnfortzahlung, Schwangerschaft und Insolvenz (derzeit ca. 1 %).

Problem: Mehrarbeit - Lösung: Mehr-Rente

Problem: Minijob = Mini-Rente
 
Minijobber erwerben aufgrund ihres niedrigen Verdienstes nur sehr geringe Ansprüche aus der Gesetzlichen Rentenversicherung. Durch die neu eingeführte Rentenversicherungspflicht erhöht sich bei einem Verdienst von 450 EUR die monatliche Rentenanwartschaft von derzeit 3,53 EUR auf 4,45 EUR (West) pro Beschäftigungsjahr. Nach 20 Jahren ergibt dies eine monatliche Rente von 89 EUR. Lässt sich der Beschäftigte von der Rentenversicherungspflicht befreien, sind es nur 70,60 EUR. Erschwerend kommt hinzu, dass Minijobber angesichts ihres geringen Einkommens wenig Spielraum haben, zusätzlich für das Alter vorzusorgen.
 
Lösung: Mehr Arbeit für mehr Rente
 
Die neue Rentenversicherungspflicht gibt Minijobbern wie allen anderen Arbeitnehmern einen gesetzlichen Anspruch auf Durchführung einer Entgeltumwandlung und ermöglicht es ihnen, die Vorteile der betrieblichen Altersversorgung (bAV) zu nutzen. Vereinbaren Arbeitnehmer und Arbeitgeber eine Erhöhung der Wochenarbeitszeit, können Sie ohne zusätzlichen finanziellen Aufwand eine Betriebsrente für das Alter ansparen. Der Gegenwert wird als Beitrag zur Finanzierung einer Betriebsrente eingebracht. Das Besondere daran: Der Minijobstatus bleibt erhalten, da der bAV-Beitrag steuer- und sozialabgabenfrei ist.

So funktioniert´s

Die NÜRNBERGER Betriebsrente 450plus kann als Direktversicherung oder in Form einer Pensionskasse vereinbart werden. Die Entgeltumwandlung bleibt dann bis zu 4 % der BBG monatlich steuer- und sozialabgabenfrei. Handelt es sich nicht um das erste Dienstverhältnis, ist eine rückgedeckte Unterstützungskasse möglich.

Welche Minijobber profitieren von der Betriebsrente 450plus?

• Alle Minijobber, die mehr arbeiten, aber dennoch unter der 450,00 €-Grenze bleiben möchten.
• Alle Minijobber, die sich zusätzlich eine Altersversorgung aufbauen möchten.
• Mitarbeitende Familienangehörige z. B. Ehepartner des Inhabers.
• Mitarbeitende Ehepartner im zweiten Dienstverhältnis (Unterstützungskasse).
 

Im Detail

Fragen und Antworten rund um die Betriebsrente 450plus (Minijob)

Worin besteht der Grundgedanke der Betriebsrente 450plus?

Geringfügig Beschäftigte haben in der Regel wegen ihres geringen Einkommens nicht die Möglichkeit, für das Alter eine zusätzliche Vorsorge zu treffen. In der gesetzlichen Rente erwerben sie aufgrund ihres geringen Einkommens nur sehr geringe Altersversorgungsansprüche.
 
Die NÜRNBERGER bietet daher ein Konzept an, mit dem Altersvorsorge für geringfügig Beschäftigte ohne zusätzlichen finanziellen Aufwand aufgebaut werden kann.
 
Der Grundgedanke besteht darin, dass der Beschäftigte mit seinem Arbeitgeber eine geringe Arbeitszeiterhöhung vereinbart und der Arbeitnehmer den Mehraufwand in einen Beitrag für eine betriebliche Altersversorgung umwandelt.
 

Welche Vorteile ergeben sich für den Arbeitnehmer?

Der Arbeitnehmer "investiert" lediglich etwas mehr Arbeitszeit, ohne dass dadurch sein Status als geringfügig Beschäftigter angetastet wird. Er erhält dafür von seinem Arbeitgeber ein höheres Gehalt, das ihm einen Anspruch auf Altersversorgung verschafft.
 
Der Versorgungsanspruch ist sofort gesetzlich unverfallbar, so dass der geringfügig Beschäftigte im Falle seines Ausscheidens aus dem Arbeitsverhältnis die aufgrund der geleisteten Beiträge erworbene Versorgungsanwartschaft auf jeden Fall behält.
 
Der Anspruch kann nicht gepfändet werden und ist im Falle einer anschließenden Arbeitslosigkeit nicht auf "Hartz IV-Leistungen" anrechenbar.
 
Bei einem Arbeitgeberwechsel kann der Versorgungsvertrag beim Folgearbeitgeber mit dessen Zustimmung fortgeführt werden.
 
Auf den Beitrag sind keine Steuern oder Sozialabgaben fällig. Erst ab Bezug der Versorgungsleistungen müssen Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung und unter Umständen geringe Steuern abgeführt werden.
 

Welche Vorteile ergeben sich für den Arbeitgeber?

Der Arbeitgeber erhält eine erhöhte Arbeitskapazität und damit eine erhöhte Produktivität seines Mitarbeiters.
 
Der bAV-Beitrag ist als Betriebsausgabe in voller Höhe absetzbar. Neben diesen materiellen Vorteilen durch Produktivitätssteigerung und Lohnnebenkostenersparnis hat der Arbeitgeber aber auch immaterielle Vorteile, indem er mit dem Angebot einer bAV den Arbeitnehmer motiviert und an sein Unternehmen bindet.
 

Wenn der geringfügig Beschäftigte zusätzlich bei einem anderen Arbeitgeber beschäftigt ist:

Die NÜRNBERGER Betriebsrente 450plus kann auch dann in Anspruch genommen werden, wenn der geringfügig Beschäftigte zusätzlich noch bei einem anderen Arbeitgeber beschäftigt ist.
 
Unter steuerlichen Aspekten ist jedoch nicht relevant, ob der geringfügig Beschäftigte ausschließlich bei einem Arbeitgeber tätig ist. Somit kann für die NÜRNBERGER Betriebsrente 450plus der Durchführungsweg der Direktversicherung in Anspruch genommen werden, wenn ein 1. Dienstverhältnis vorliegt.
 
Ist der geringfügig Beschäftigte dagegen auch noch für einen anderen Arbeitgeber tätig, kann die NÜRNBERGER Betriebsrente 450plus im zweiten Beschäftigungsverhältnis nur über den Durchführungsweg der rückgedeckten Unterstützungskasse genutzt werden. Denn Beiträge in eine Direktversicherung sind gemäß § 3 Nr. 63 EStG nur dann steuerfrei, wenn diese aus einem ersten Beschäftigungsverhältnis abgeführt werden.
 

Kann eine Betriebsrente 450plus auch für angestellte Ehegatten eingerichtet werden?

Arbeitsverträge mit Ehegatten werden steuer- und sozialversicherungsrechtlich anerkannt, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Das gilt auch für geringfügige Beschäftigungen. Es muss sich immer um ein "echtes Arbeitsverhältnis" handeln; "Scheinarbeitsverträge" werden nicht anerkannt.
 
Wenn es sich um ein echtes Arbeitsverhältnis handelt, kann für beide Ehegatten die NÜRNBERGER Betriebsrente 450plus sehr hohe wirtschaftliche Vorteile bringen:
 

Vorteile für beide Seiten:

• Gehalt, und bAV-Beitrag sind Betriebskosten und mindern das steuerpflichtige Einkommen des beschäftigenden Ehegatten.
• Das Gehalt fließt dem beschäftigten Ehegatten steuer- und sozialversicherungsfrei zu.
• Der bAV-Beitrag des beschäftigten Ehegatten wird steuer- und sozialversicherungsfrei umgewandelt.

Welche arbeitsrechtlichen Grundsätze sind bei der Betriebsrente 450plus zu beachten?

Grundsätzlich unterliegt es der freien Willensentscheidung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, eine zusätzliche Arbeitszeit, verbunden mit einer Entgeltumwandlung zugunsten einer bAV zu vereinbaren.
 
Bei tarifgebundenen Arbeitsverhältnissen ist jedoch zu beachten, dass der tarifliche Mindestlohn je Arbeitsstunde durch die Arbeitsverlängerung nicht unterschritten wird. Eine entsprechende Einschränkung gilt für Bereiche, wo gesetzliche Mindestlöhne geregelt sind.
 

Ist die Betriebsrente 450plus steuer- und sozialversicherungsrechtlich einwandfrei?

Die NÜRNBERGER Betriebsrente 450plus ist rechtlich einwandfrei. Es wird allerdings unterschieden, ob der Beschäftigte im 1. oder im 2. Beschäftigungsverhältnis als geringfügig Beschäftigter tätig ist.
 
Im 1. Dienstverhältnis werden Beiträge an Direktversicherungen dem Arbeitsentgelt nicht zugerechnet, soweit sie steuerfrei nach § 3 Nr. 63 EStG sind. Die Grenze liegt hier derzeit bei 4 % der Beitragsbemessungsgrenze zur gesetzlichen Rentenversicherung West.
 
Dies trifft sowohl auf eine arbeitgeberfinanzierte als auch auf eine durch Entgeltumwandlung finanzierte Direktversicherung zu.
 
Im Ergebnis sind daher Beiträge an eine Direktversicherung innerhalb der genannten Grenzen im ersten Dienstverhältnis steuer- und sozialversicherungsfrei und berühren auch den Status des geringfügig Beschäftigten.
 
Im 2. Dienstverhältnis können keine Beiträge mit steuerbefreiender Wirkung in eine Direktversicherung eingezahlt werden. Beiträge an eine rückgedeckte Unterstützungskasse können dagegen steuer- und sozialversicherungsfrei auch bei einem 2. Beschäftigungsverhältnis entrichtet werden. Vom Arbeitgeber finanzierte Beiträge in eine Unterstützungskasse werden nicht als Arbeitsentgelt im Sinne der Sozialversicherung angesehen.
 
Im Ergebnis sind daher Beiträge an eine rückgedeckte Unterstützungskasse auch im 2. Beschäftigungsverhältnis steuer- und sozialversicherungsfrei und berühren nicht den Status des geringfügig Beschäftigten.
 

Was passiert beim Wechsel in ein "normales" Arbeitsverhältnis?

Ja, die NÜRNBERGER Betriebsrente 450plus in Form einer Direktversicherung/Pensionskasse kann bei einem Arbeitgeberwechsel problemlos fortgeführt werden. Entweder der neue Arbeitgeber tritt in den Vertrag ein, oder das angesammelte Deckungskapital kann im Rahmen des Übertragungsabkommens der Versicherungswirtschaft auf eine neue Versicherungsgesellschaft übertragen werden. Außerdem kann die NÜRNBERGER Betriebsrente 450plus in Form einer Direktversicherung/Pensionskasse auch privat fortgeführt werden.

Beratung

Vorteile für den Arbeitgeber

• Einsparung von Lohnnebenkosten
• Motivation und Bindung steigen
• Rechtsanspruch des Arbeitnehmers auf Entgeltumwandlung wird erfüllt

Vorteile für den Arbeitnehmer

• Aufbau einer zusätzlichen Altersversorgung
• Pfändungssichere Ansprüche
• Minijob-Status bleibt erhalten
• Weiterführung nach Ausscheiden möglich

Haben Sie Fragen?

Bitte wenden Sie sich an Ihren Fachspezialisten vor Ort oder an die bAV-Fachberatung.

Ansprechpartner NÜRNBERGER Betriebsrenten (BA822) (PDF, 141 KByte)